Unsere Geschichte
Wir eröffneten das Weinhaus Quintin im Juli 2002, hinter der QuintinsKirche. Unsere Familie Giehl möchte mit allen die authentische Mainzer Speisen und Getränken teilen ....


Antiquität im Flehlappe in Mainz
Die Geschichte des Namens "Flehlappe"
In Mainz gibt es eine Kirche, eine gotische Hallenkirche, sie trägt den Namen St. Quintin und ist die älteste noch bestehende Pfarrkirche in Mainz. In der Quintinskirche wird der heilige Judas Thaddäus, einer der 12 Apostel, besonders verehrt. Er war mit Jesus verwandt und sah diesem sehr ähnlich, weshalb seine Abbildungen mit einem Spiegel in der Hand dargestellt werden, in welchem sich sein bzw. Jesu Gesicht wiederspiegelt. Solch eine Figur steht auf dem linken Seitenaltar in der St.Quintinskirche. Der Heilige Judas Thaddäus soll auf Bitten der Gläubigen viele Wundertaten vollbracht haben, weswegen sich im Laufe der Jahrhunderte eine regelrechte Wallfahrt zum Gnadenbild des Heiligen in der Quintinskirche entwickelte.

St. Quintin Kirche

Wie es in frommen Gegenden üblich war und immer noch ist, befindet sich neben einer Kirche meist auch eine Gastwirtschaft. Mainz war früher sicher sehr fromm, weswegen sich die Gelehrten nicht einig sind, ob es mehr Kirchen oder Kneipen in Mainz gab. Da die frommen Wallfahrer, bedingt durch die damals üblichen kalten Steinbänke und fliesen beim ausgiebigen Knien und Beten in der Kirche behindert wurden, kamen sie auf die Idee, sich in der nebenan befindlichen Gastwirtschaft Tücher auszuleihen, auf denen das fromme Werk besser und bequemer ausgeübt werden konnte. Der Mainzer Dialekt bezeichnet diese Tücher oder Lumpen als "Lappe", die zum "Flehen" benutzt wurden. Das waren also die "Flehlappe". Und dieser Name wurde auch auf die Gastwirtschaft neben der Kirche übertragen. Dem Weinhaus Quintin, an etwas anderer Stelle als die ursprüngliche Gastwirtschaft, aber unmittelbar neben der Kirche errichtet, wurde vom Mainzer Volksmund der Traditionsname "Flehlappe" beigefügt.

Das Haus Keine Quintinsgasse 2:

Das Haus Kleine Quintinsgasse 2, in dem sich der Flehlappe befindet, wurde im Bombenhagel des zweiten Weltkrieges vollkommen zerstört. Die Wiederaufbauarbeiten wurden direkt nach Kriegsende begonnen und die Wirtschaft bald wieder eröffnet.

Über dem Hauseingang verrät die Jahreszahl 1949- dem Besucher das Jahr der Fertigstellung des Hauses. Im Jahr 1957 wurde das Gebäude umgebaut und erhielt das heutige Aussehen. Das Weinhaus Quintin Flehlappe wurde als Familienunternehmen geführt. Im Haus lebten vier Generationen unter einem Dach.

Das Haus Kleine Quintingasse 2 im 1950
Das Haus Kleine Quintingasse 2 heute

Vielen älteren "Meenzer", die den Flehlappe aus früheren Zeiten gut kennen, sind die Namen Jean Baptist Chandelier und seine Tochter Maria Diefenbach, gut bekannt. So wurde allabendlich, wenn die Gaststätte geschlossen wurde, von der Wirtin Maria Diefenbach zum Tagesausklang das Lied vom Leinereiter gesungen. Besonders zur Fastnachtszeit, platzte der Flehlappe aus allen Nähten. Die mit Papiergirlanden liebevoll geschmückten Gasträume waren Ort für gemütliche fastnachtliche Wirtschaftssitzungen, wie es sie heute nur noch vereinzelt gibt.

Das Weinhaus-Quintin Flehlappe im 1950
Das Weinhaus-Quintin Flehlappe heute

Mehr Informationen:
webmeister@flehlappe.de